C-1:  Schalten Sie aus, was  das Lernen

behindert

  • Auf Teilleistungsstörungen wie z.B. Legasthenie, Dyskalkulie, Hör- und Sehschwäche, Aufmerksamkeitsstörung (ADS) und andere krankhafte Symptome muss mit extern angemessener Hilfe (Facharzt/Therapeut, usw.) reagiert werden. Nehmen Sie die Hilfe eines Schulpsychologen und Jugendhilfen in Anspruch.

  • Es gibt eine Vielzahl von Lernhemmern in Familie, Schule und Gesellschaft:

  • z.B. Bewegungsmangel, schlechtes Klassenklima, Drogenprobleme, Computerspiele, Ernährungsfehler, fehlende Vorbilder, Stress, Unter-, Überforderung, Ehestreitigkeiten, Fernsehkonsum, Schulangst, Mobbing, Internetsucht, Schlafdefizit, Überbehütung, usw.

  • Ziehen Sie bei dauerhaften Lernstörungen auch diese in Betracht. Gehen Sie offen mit diesen Problemen um.

  • Fordern, aber überfordern Sie Ihr Kind nicht. Übergroße Leistungs-erwartungen verhindern Lernerfolg.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht unterfordert ist. Gegebenenfalls setzen Sie neue Lernanreize.

  • Trauen Sie Ihrem Kind zu, altersgemäß Konflikte selbst zu lösen.

  • Haben Sie Mut zur Erziehung.

  • Lassen Sie Ihr Kind Frustrationstoleranz lernen. Ihr Kind muss lernen, Regeln zu akzeptieren und Verzicht zu leisten. Frustrationstoleranz stärkt das Durchhaltevermögen.

  • Ein Fernseher im Kinderzimmer ist Körperverletzung.

  • „Heranwachsende stundenlang dem Fernsehen oder Bildschirmspielen zu überlassen, ist ein Begabungszerstörungsprogramm erster Klasse.”

“Es lässt Kinder und Jugendliche nicht nur intellektuell, sondern auch hinsichtlich ihrer Kreativität und Emotionalität verkümmern.“

(Prof. J. Bauer/Mediziner und Psychotherapeut)

  • Eine Zunahme der Mediennutzung bestätigt bereits eine Studie, die in den USA 2004 durchgeführt wurde:

Multitasking-Kinder: 1999  16% , 2004  26%

Fernsehen während der Mahlzeiten:          63%

Fernsehen im Kinderzimer:                           68%

Durchschnittlicher  Fernsehkonsum Jugendlicher:

  • 4 Stunden täglich

Hinweis auf Studien in Deutschland:

  • KIM-STUDIE 2010 – untersucht das Medienverhalten von

    • 6 bis 13-Jährigen   (Jährliche Studien seit 2002)

  • Christian Pfeiffer u.a.: Mediennutzung, Schulerfolg, Jugend-Gewalt – eine KFN-Studie 2005

  • Gerlinde Frey-Vor u.a.:

    • Kinder und Medien 2003/2004, Studie der ARD/ZDF-Medienkommission.

  • Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultur: MEDIENWELTEN

    • Kritische Betrachtung zur Medienwirkung auf Kinder und Jugendliche,

    • Handbuch für Eltern und Lehrkräfte, München 2006

    • (3 Seiten für Eltern kopieren: S. 263-265)

  • Computer sollten nur sinnvoll genutzt werden. Üben Sie den Medienumgang ein.

  • Der Fernseher und Computer kann und darf nicht zum Ersatz für echte Erlebnisse und Aktivitäten werden.

  • Lassen Sie kein eigenmächtiges Bedienen des Fernsehers oder Computers zu. (Altersgemäßheit beachten!)

  • Lassen Sie Ihr Kind ein Medien-Tagebuch führen und besprechen Sie mit ihm die Nutzungszeiten und Medieninhalte. Setzen Sie deutliche Grenzen der Mediennutzung und legen Sie Konsequenzen nach Absprache mit Ihrem Kind fest.

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